Niedersachsens CDU-Chef Sebastian Lechner hätte sich gewünscht, dass der Göttinger Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler neuer Bundesverkehrsminister wird. «Eindeutig ja», sagte Lechner der Deutschen Presse-Agentur. «Für Niedersachsen wäre es schön gewesen, den Bundesverkehrsminister zu stellen, weil wir zum Beispiel mit der A20, der A39, den Häfen und den Wasserstraßen große Projekte bei uns haben.»
Er könne aber Güntzlers Erklärung zu seiner Absage nachvollziehen, da es bei einer solchen Entscheidung auch um persönliche Erwägungen gehe. Er sei sich zudem sicher, dass Steffen Bilger als neuer Verkehrsminister ebenfalls «ein Herz für die Niedersachsen» habe, sagte Lechner.
Güntzler hatte Bundeskanzler Friedrich Merz zuerst für den Posten zugesagt, die Zusage wenige Stunden vor der geplanten Verkündung dann aber doch zurückgezogen. Nach eigenen Angaben erklärte Güntzler dem Kanzler, dass er kein gutes Gefühl habe und der falsche Mann für das Amt wäre. Güntzler hat im Bundestag einen finanzpolitischen Schwerpunkt.