Eine Kampagne mit Verleumdungen richtet sich nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes auch gegen Politiker und Politikerinnen aus Niedersachsen. Wie die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» berichtet, handelt es sich um die sogenannte Matrjoschka-Kampagne. Demnach vermuten Fachleute, dass Russland hinter der Kampagne steckt.
Dabei werden vor den anstehenden Landtagswahlen in mehreren Bundesländern und der Kommunalwahl in Niedersachsen etwa durch Fake-Videos in den sozialen Medien gezielt Falschmeldungen über Kandidaten und Kandidatinnen verbreitet. Die Beiträge schreiben Betroffenen Straftaten zu wie Mord, Brandstiftung, sexueller Missbrauch und Korruption. Dem Artikel zufolge sind die Parteien CDU, SPD, Linke, FDP und Grüne betroffen. Es soll sich um Politikerinnen und Politiker der Landes- und Kommunalebene handeln. Dem Verfassungsschutz seien Videos in zweistelliger Zahl bekannt, hieß es. Demnach werden diese nach und nach durch die Plattformbetreiber gelöscht.
«Es ist davon auszugehen, dass die Vorwürfe aus den Videos insbesondere durch eine mediale Berichterstattung eine größere Öffentlichkeit erreichen sollen», sagte der Sprecher des Verfassungsschutzes, Frank Rasche, der Zeitung. Deshalb nenne die Behörde keine Namen von Betroffenen.