Die Affäre um einen enttarnten Vertrauensmann des Verfassungsschutzes sorgt im kleinsten Bundesland für viel Wirbel. Es gab Rücktritte am Staatsgerichtshof, schwere Anschuldigungen und Forderungen nach Konsequenzen in der Landesregierung. Die CDU-Fraktion wollte den Senatorinnen Kristina Vogt und Claudia Bernhard (beide Linkspartei) das Vertrauen entziehen – jedoch ohne Erfolg. Fragen und Antworten zu einem brisanten Fall und der Rolle einer Regierungspartei:
Worum genau geht es?
Ein V-Mann des Bremer Verfassungsschutzes soll jahrelang die Interventionistische Linke (IL) ausspioniert haben. Die Gruppe zählt laut Verfassungsschutz zur gewaltorientierten linksextremistischen Szene und hat demnach eine Scharnierfunktion zwischen linksextremistischen und nicht extremistischen Akteuren.