Zwei Länder unternehmen im Bundesrat einen neuen Anlauf für ein Rauchverbot im Auto im Beisein von Kindern - die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht die Kontrolle des Verbots skeptisch, sollte es eine Neuregelung geben. «Ein Rauchverbot im Auto wirkt nur, wenn es intensiv durch die Polizei kontrolliert wird», sagte der GdP-Vorsitzende Jochen Kopelke der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Solche Kontrollen könnten gut im Polizeialltag erfolgen, wenn wir endlich mehr Polizei auf der Straße haben.»
Hinter dem Vorstoß stehen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Der Gesundheitsminister von NRW, Karl-Josef Laumann (CDU) sagte im WDR5-«Morgenecho», ein Rauchverbot im Auto im Beisein von Kindern und Schwangeren sei gut zu kontrollieren. Die gleiche Debatte habe es beim Handyverbot am Steuer sowie vor langer Zeit bei der Anschnallpflicht gegeben.
Laumann sagte: «Es wird ja auch kontrolliert: Sind die Kinder im Auto vernünftig angeschnallt? Sind die Kindersitze so, wie sie sein sollen?» Für Polizisten sei es möglich, auch das Rauchen bei Verkehrskontrollen in den Blick zu nehmen.