Bremens CDU-Chef Heiko Strohmann legt in seiner Kritik an Parteichef und Kanzler Friedrich Merz und dessen Umgang mit den ostdeutschen Landesverbänden nach. «Unter Friedrich Merz fühlt sich die CDU manchmal an wie eine Partei vor der Wende», sagte Strohmann dem Nachrichtenmagazin «Focus». «Friedrich Merz führt die Partei mit der Brille eines Sauerländers und ist in der alten Bundesrepublik verhaftet.» Die Union habe aber einen gesamtdeutschen Anspruch. «Für die Lebensrealität vieler ostdeutscher Mitbürger haben wir ziemlich wenig im Angebot», stellte er fest.
Der Bremer CDU-Politiker hatte vergangene Woche mit einer Wortmeldung in der Sitzung des CDU-Bundesvorstands bundesweit Aufmerksamkeit erhalten. «Sie leiten hier keine Firma, sondern eine Partei», warf er Merz nach eigenen Angaben an den Kopf. Strohmann stellte sich mit seiner Aussage hinter den Parteikollegen Armin Schuster aus Sachsen, der die mangelnde Vertretung Ostdeutschlands im Bundeskabinett angekreidet hatte.