Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte (SPD) hat Bedenken gegen Forderungen der Bundesregierung nach deutlichen Kürzungen beim neuen langfristigen EU-Haushalt geäußert. Natürlich sei es in erster Linie Aufgabe der deutschen Regierung, die deutsche Außenpolitik festzulegen, sagte der Chef der Bremer Landesregierung in Brüssel. «Aus Sicht der Länder ist dies jedoch ein schwieriger Vorschlag».
Jüngst hatte sich Bundeskanzler Friedrich Merz bei einem EU-Gipfel vehement für einen deutlich kleineren EU-Haushalt für die Jahre ab 2028 ausgesprochen als von der EU-Kommission vorgeschlagen. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters werden in einem internen Papier der Bundesregierung 400 Milliarden Euro als Größenordnung genannt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich dabei aber noch nicht um eine offizielle Positionierung der Bundesregierung. Auf die Frage einer Journalistin dazu sagte Bovenschulte: «Ich denke, wir müssen das diskutieren und darüber sprechen.»