Die niedersächsische CDU-Fraktion hat die Deepfake-Affäre bei ihrer Klausur in Hitzacker für beendet erklärt. «Sie hat uns durchgeschüttelt, wir hatten Diskussionen und haben sie abgehakt», sagte der Fraktionsvorsitzende Sebastian Lechner am Dienstag bei einer Pressekonferenz in dem Elbe-Städtchen im Wendland.
«Ich kann immer nur raten, dass man bei diesem Thema den Zeigefinger nicht zu hoch nimmt», betonte er. Es werde keine arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen mehr geben. Im Fall der mutmaßlichen Deepfake-Affäre bei der CDU-Fraktion soll ein Mitarbeiter ein KI-Video einer Kollegin erstellt und mit weiteren Mitarbeitern geteilt haben.
Deepfakes sind täuschend echte, mit Künstlicher Intelligenz (KI) generierte oder manipulierte Bilder, Videos und Audioaufnahmen. Der mutmaßliche Ersteller des KI-Videos wurde von der CDU-Fraktion entlassen. Ein weiterer Mitarbeiter wurde suspendiert.
Die Parlamentarische Geschäftsführerin Carina Hermann kündigte ein Schutzkonzept an, das unter anderem Frauen stärker fördern soll. Um Vertrauen in der Fraktion wieder aufzubauen, hatte man externe Hilfe hinzugezogen. Die Mediation sei inzwischen abgeschlossen, erklärte Lechner.