Die Küsten-Landkreise Wittmund und Aurich fühlen sich bei der Neuregelung der Steuereinnahmen von Offshore-Windparks benachteiligt. Es geht um zweistellige Millionenbeträge von sämtlichen Windparks auf See vor der Küste Niedersachsens, die nach den Plänen der Landesregierung die finanzschwache Stadt Wilhelmshaven für 2026 erheben soll. Trotz Gesprächen mit der Landesregierung seien die Pläne nicht geändert worden, kritisieren die Landkreise.
Die vorgesehene Verteilung der Gewerbesteuereinnahmen sei weder fair noch verursachungsgerecht, schreibt der Wittmunder Landrat Holger Heymann (SPD). Gerade jene Gemeinden, die durch die Anlandung und den Trassenverlauf in besonders starker Weise betroffen sind und zukünftig in ihren Gestaltungsmöglichkeiten immens beeinträchtigt werden, blieben in der finanziellen Entlastung unberücksichtigt, heißt es in einem Protestschreiben aus Wittmund.
Umfangreich würden die Beeinträchtigungen im Tourismus, in der Landwirtschaft und der Fischerei sein. Viele Einwohner und Betriebe müssten mit Immissionen über deutlich mehr als einem Jahrzehnt leben und würden Einkommenseinbußen hinnehmen müssen.