In der Affäre um möglicherweise rechtswidrige Frühpensionierungen von Staatsräten geht die Staatsanwaltschaft Bremen auch dem Verdacht der Löschung digitaler Akten nach. Eine entsprechende Anzeige habe im vergangenen Herbst der Geschäftsführer der CDU-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft, Tobias Hentze, an die Ermittlungsbehörde gegeben, berichtet der Bremer «Weser-Kurier».
Hentze sagte der Zeitung, ihn hätten im Herbst vergangenen Jahres Hinweise auf mögliche Löschungen digitaler Akten in der Wirtschaftsbehörde vorgelegen. «Ich habe mich dann entschlossen, das an die Staatsanwaltschaft weiterzugeben - anonym, weil ich den Vorgang nicht durch meine Funktion bei der CDU politisieren wollte», erklärte er. Rückblickend betrachtet hätte er das auch offen tun können.