Die Berliner SPD ist bei ihrer Suche nach einem Spitzenkandidaten für die Wahl 2026 offensichtlich fündig geworden. Wie es aus verschiedenen Parteiquellen hieß, soll der 46-jährige Steffen Krach die Sozialdemokraten, die seit 2023 nur noch als Juniorpartner der CDU mitregieren, wieder nach vorn bringen. Aktuell ist er Regionspräsident in seiner Geburtsstadt Hannover. Zuvor war Krach zwischen 2014 und 2021 Staatssekretär für Wissenschaft in Berlin.
Nach Angaben aus der Berliner SPD haben die Landesvorsitzenden Martin Hikel und Nicola Böcker-Giannini, aber auch andere Beteiligte zuletzt intensive Gespräche über die wichtige Personalie geführt, die noch nicht offiziell ist. Krach gilt nun als wahrscheinliche Lösung, wie zuerst «Berliner Morgenpost» und «Tagesspiegel» schrieben.
Krach sammelte politische Erfahrung in Berlin und außerhalb. Er gilt, so heißt es in der SPD, als kompetent, als frisches Gesicht mit neuen Ideen und könnte innerhalb der von Flügeln und mitunter Grabkämpfen geprägten Partei auf breite Unterstützung zählen. Und: Viele trauen ihm zu, auch bei den Wählerinnen und Wählern gut anzukommen.
Amtsinhaber und Regierender Bürgermeister ist Kai Wegner (CDU), der erneut antritt. Für die Grünen hat die Partei den Fraktionsvorsitzenden Werner Graf vorgeschlagen. Bei den anderen Parteien sind die Spitzenkandidaturen noch offen.