Die Ziele sind hoch. «Es geht um mehr als nur einzelne grüne Projekte – es geht um eine nachhaltige Transformation der gesamten Branche.» So beschreibt der Hafenbetreiber Bremenports das Thema des Kongresses Envoconnect in Bremen. Bis Donnerstag treffen sich dort Akteure aus den Bereichen Hafen, Logistik und Schifffahrt, um sich zu informieren und auszutauschen. Auf welchem Stand sind die Branchen aktuell und wo liegen die Herausforderungen? Ein Überblick:
Nachhaltigkeit bei den Häfen
«Die deutschen Seehäfen sind zentrale Drehscheiben für die zu bewältigende Energiewende», so Florian Keisinger vom Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe. Der Einfluss der Seehäfen auf die Umwelt sei abhängig vom jeweiligen Standort und den wirtschaftlichen Aktivitäten inner- und außerhalb der Häfen.
«Der Anteil der Hafenbetriebe an den Schadstoffemissionen in Häfen spielt jedoch generell eine vergleichsweise untergeordnete Rolle», teilte Keisinger mit. Der Betrieb von Hafenanlagen mache höchstens 15 Prozent der Schadstoffemissionen in den Seehäfen aus, die Schifffahrt hingegen mindestens 70 Prozent. Die Häfen streben an, mit moderner Technologie den Ausstoß von Schadstoffen weiter zu reduzieren, Flächen und Energie effizienter zu nutzen und den Lärmschutz zu verbessern.