Die Energieeffizienz und langfristigen Betriebskosten der Wärmeversorgung sind beim Immobilienkauf in Hamburg und im Umland ein immer wichtigeres Kriterium - und bestimmten die Preisentwicklung mit. «Die Kaufinteressenten differenzieren heute deutlich stärker als noch vor einigen Jahren und betrachten die Gesamtsituation einer Immobilie», sagte der geschäftsführende Gesellschafter der bundesweit operierenden Maklerfirma Von Poll Immobilien, Daniel Ritter. Gleichzeitig räumte er aber ein: «In den besten Lagen finden aber auch Immobilien jeglicher Heiztechnik weiterhin ihre Käufer.»
Preise für Immobilien mit Wärmepumpe ziehen an
Bergauf ging es auch in den Kreisen Stormarn und Segeberg - mit 4,8 Prozent auf 4.589 Euro beziehungsweise mit 3 Prozent auf 4.086 Euro. Einzig im Landkreis Stade verzeichnete die Maklerfirma einen leichten Rückgang um 1,7 Prozent auf 3.892 Euro pro Quadratmeter. Die Stadt Hamburg bleibe bei Immobilien mit Solar, Luft-, Wasser- und Erdwärme mit durchschnittlich 6.569 Euro (plus 4,9 Prozent) das teuerste Marktumfeld der Analyse.
Bei den fernwärme- und strombasierten Immobilien kletterten die Preise im Kreis Pinneberg um 12,9 Prozent auf 4.396 Euro pro Quadratmeter. Dahinter folgten der Landkreis Harburg mit einem Plus von 9,7 Prozent sowie der Kreis Stormarn mit einem Plus von 7,8 Prozent. Rückgänge gab es dagegen bei der Fernwärme in Lüneburg (minus 8,8 Prozent) und im Landkreis Stade (minus 6,5 Prozent). Das mit Abstand höchste Preisniveau bei den fernwärme- und strombasierten Immobilien weise Hamburg mit durchschnittlich 8.029 Euro pro Quadratmeter (plus 7,7 Prozent) auf.