Die Bundesregierung will die für dieses Jahr geplante Ausschreibung von zwei Nordsee-Windkraftflächen verschieben. Das Bundeskabinett habe einen entsprechenden Gesetzesentwurf beschlossen, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin.
Ein stellvertretender Regierungssprecher verwies auf Herausforderungen wie die verspätete Fertigstellung von Konverterplattformen. Diese werden nahe Windparks errichtet. Die Konverter wandeln Wechselstrom, den die Windräder erzeugen, für den verlustarmen Transport an Land zu Gleichstrom um.
Die wiederholte Ausschreibung der Flächen N-10.1 und N-10.2 in der ausschließlichen Wirtschaftszone war laut Bundesnetzagentur im Juni dieses Jahres vorgesehen. Nach Informationen des Bundesverbands Windenergie Offshore (BWO) soll die Ausschreibung auf 2027 verschoben werden.
Während der jüngsten Ausschreibung der zwei Flächen hat kein Unternehmen für diese geboten, wie im August vergangenen Jahres bekanntgeworden ist. Laut Branchenverbänden ist damit erstmals eine Versteigerung von solchen Flächen auf See in Deutschland fehlgeschlagen.