Die kürzlich fertiggestellte neue Erdgaspipeline im Nordwesten Niedersachsens könnte laut dem Betreiber, dem Energieversorger EWE, ab 2028 Wasserstoff transportieren. «Ab 2028 bereits kann diese H2-ready gebaute Pipeline ein Kernelement des deutschen Wasserstoffnetzes werden - mit europäischer Perspektive», sagte EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler bei einem Festakt zum Neubau der Pipeline am Montag im ostfriesischem Jemgum (Landkreis Leer). «Denn der Schritt, eine Verbindung zu niederländischen Wasserstoffnetzen herzustellen, ist dann nicht mehr groß», sagte Dohler. «H2-ready» bedeutet, dass die Leitung grundsätzlich für einen künftigen Transport von Wasserstoff (H2) ausgelegt ist.
Mit erneuerbarer Energie per Elektrolyse hergestellter Wasserstoff soll künftig einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die niedersächsische Nordseeküste gilt als perspektivreiche Region für die Wasserstoffwirtschaft - besonders weil dort an Land und auf See viel Strom aus Windkraft produziert wird.