Wenn am Montag in Brüssel der EU-Agrarrat zusammentrifft, steht wieder ein Dauerbrennerthema auf der Tagesordnung: eine stärkere Regulierung der Milchmenge und der Erzeugermilchpreise. Nach einem Vorschlag der EU-Kommission sollen in allen Mitgliedsländern Molkereien und Milchviehbetriebe vor Ablieferung der Milch einen schriftlichen Vertrag über die Liefermenge, den Preis, die Qualität und die Dauer des Vertrags abschließen. Dass der Vorschlag in die Tat umgesetzt wird, ist nicht wahrscheinlich, denn Deutschland steht bei dem Thema auf der Bremse.
Zwar legte Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) dazu Anfang Dezember einen Verordnungsentwurf zur Anwendung der sogenannten Vertragspflicht in Deutschland vor. Der Entwurf schaffte es aber bislang nicht ins Kabinett und in den Bundesrat.