Die deutsche Autoindustrie dringt nach der EU-Abstimmung zu möglichen Zöllen auf Elektroautos aus China weiter auf eine Lösung am Verhandlungstisch. «Beide Seiten, sowohl China wie auch die EU, müssen aufeinander zugehen», forderte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller.
Diese Möglichkeit, mit einer gemeinsamen Lösung die zusätzlichen Zölle abzuwenden, bestehe weiterhin und müsse mit aller Kraft und Entschlossenheit genutzt werden. Müller forderte beide Seiten auf, eine Eskalation zu verhindern - «also idealerweise die Zölle doch noch abwenden, damit wir keinen Handelskonflikt riskieren».
Die EU-Mitgliedsländer haben zuvor den Weg frei gemacht für mögliche Schutzzölle. Damit kann die EU-Kommission entscheiden, die Abgaben in Höhe von bis zu 35,3 Prozent einzuführen. Müller kritisierte, der potenzielle Schaden sei höher als der mögliche Nutzen: Durch die beabsichtigten Zölle wachse nicht nur das Risiko eines Handelskonflikts, sondern Fahrzeuge würden sich für Verbraucherinnen und Verbraucher auch erheblich verteuern.