Die Naturschutzorganisation BUND dringt weiter auf ein Verbot für die Fischerei mit Grundschleppnetzen im deutschen Meeresschutzgebiet Doggerbank in der Nordsee und hat deshalb Widerspruch gegen eine Fangerlaubnis eingelegt. Der Widerspruch richte sich gegen die Anfang des Jahres vom Bundeslandwirtschaftsministerium erteilte Fangerlaubnis für die deutsche Fischereiflotte, sagte Isabelle Maus vom Meeresschutzbüro des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND) am Mittwoch in Bremen. Darin werde der Fang mit Grundschleppnetzen für die Doggerbank nicht ausgeschlossen.
Grundschleppnetze sind Fanggeräte, die etwa von einem Kutter geschleppt werden und für das Fischen beispielsweise von Schollen oder Krabben am Meeresboden oder in Bodennähe konzipiert sind. Meeresschützer kritisieren die Fangmethode, da sie unter anderem den Meeresboden und dort lebende Organismen schädigt. «Für uns ist eindeutig jeder Eingriff zu viel. Deshalb muss die Fischerei außerhalb von Schutzgebieten stattfinden», sagte Maus.