Ausreichende Fanggebiete, besserer Naturschutz und mehr Planbarkeit bei Energie- und Verkehrspolitik: Die Forderungen an die künftige Meerespolitik einer neuen Bundesregierung sind vielfältig. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Nutzern und Anrainern der Nordsee und der Wattenmeerküste in Niedersachsen und Schleswig-Holstein wenige Tage vor der Bundestagswahl hervor. Ein Überblick über große Baustellen, die Verbände sehen:
Was Fischer und Muschelzüchter fordern
Die Fischerei setzt darauf, dass eine neue Bundesregierung die Fanggebiete in der Nordsee sichert. Das sei das drängendste Thema, teilte ein Sprecher des Deutschen Fischerei-Verbandes auf Anfrage mit. «Immer mehr verschiedene Nutzergruppen erheben Anspruch auf die Gebiete in der Nordsee.» Anders als in Nachbarländern dürften Fischer in der deutschen Nordsee zurzeit nicht innerhalb von Offshore-Windparks fischen. Eine neue Regierung sollte laut den Fischern deshalb an einer Freigabe arbeiten - denkbar seien demnach etwa passive Formen der Fischerei oder Aquakulturen.