Im Streit um den richtigen Umgang mit dem Kormoran etwa am Bodensee wird das Aufkommen des auch als Fischjäger gefürchteten Vogels bis auf weiteres nicht durch ein bundesweites Bestandsmanagement kontrolliert. Die CDU/CSU-Fraktion scheiterte im Umweltausschuss des Bundestags mit ihrer Forderung nach einer Kontrolle der schnell wachsenden Population zum Schutz heimischer Fischarten. Ihrem Antrag erteilten die Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und FDP sowie die Gruppe BSW eine Absage. Für den Antrag stimmte neben der Unionsfraktion die AfD-Fraktion.
Fischer am Bodensee fordern seit Jahren ein schärferes Vorgehen gegen den Kormoran, weil sie die Vögel zunehmend als Konkurrenz bei immer geringeren Fangmengen sehen. Gut ein halbes Kilo Fisch können die Zugvögel am Tag verspeisen, während die Netze der Fischer immer leerer werden. Naturschützer lehnen Abschüsse der vor wenigen Jahrzehnten noch gefährdeten Zugvögel dagegen weitgehend ab. Der Kormoran ist eine EU-weit geschützte Art.