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Niedersachsens Sportministerin Behrens fordert Zentrum für Safe Sport

Daniela Behrens übernimmt im kommenden Jahr den Vorsitz der Sportministerkonferenz. (Archivbild) / Foto: Sina Schuldt/dpa
Daniela Behrens übernimmt im kommenden Jahr den Vorsitz der Sportministerkonferenz. (Archivbild) / Foto: Sina Schuldt/dpa

Behrens drängt auf ein Zentrum für Safe Sport zur Stärkung von Prävention, Beratung und unabhängiger Aufarbeitung; zunächst für den Leistungssport.

Niedersachsens Sportministerin Daniela Behrens dringt auf die Gründung eines Zentrums für Safe Sport. «Der Schutz von Athletinnen und Athleten muss im Sport höchste Priorität haben», sagte die SPD-Politikerin vor der Sportministerkonferenz auf Norderney. Sie erhoffe sich dazu ein gemeinsames Bekenntnis von Bund und Ländern.

Das geplante Zentrum könne entscheidend dazu beitragen, Prävention, Beratung und unabhängige Aufarbeitung zu stärken. «Safe Sport ist keine freiwillige Zusatzaufgabe, sondern eine Grundvoraussetzung für fairen, respektvollen und menschenwürdigen Sport», sagte Behrens. Niedersachsen habe bereits die Zustimmung des Kabinetts eingeholt, um einem entsprechenden Verein sofort beitreten zu können.

Zentrum zunächst auf Leistungssport ausgerichtet

Die Sportministerkonferenz hatte 2022 einen Trägerverein für eine Ansprechstelle Safe Sport gegründet. Die Einrichtung für Betroffene sexualisierter, psychischer und physischer Gewalt verzeichnete im vergangenen Jahr 236 Hilfegesuche und dient bislang vor allem als Beratungsstelle. Nun soll ein Zentrum mit deutlich weitergehenden Kompetenzen folgen, das im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorgesehen ist.

Zuletzt hatte die Bundesregierung angekündigt, das Zentrum zunächst für den Leistungssport zu gründen. In einem zweiten Schritt solle der Nachwuchs-Leistungssport hinzukommen – nicht jedoch die rund 86.000 Sportvereine in Deutschland. Zu den Gründungsmitgliedern von Safe Sport zählen unter anderem das Bundesinnenministerium, die 16 Bundesländer sowie der Verein Athleten Deutschland.

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