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Neuer Oberbürgermeister für Bremerhaven

28 Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung wählten Martin Günthner als neuen Oberbürgermeister.  / Foto: Sina Schuldt/dpa
28 Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung wählten Martin Günthner als neuen Oberbürgermeister. / Foto: Sina Schuldt/dpa

13 Kandidaten, aber keine echte Wahl? Warum der Weg zum neuen Oberbürgermeister in Bremerhaven auf viel Kritik stieß - und wer künftig an der Spitze der Seestadt steht.

Martin Günthner ist neuer Oberbürgermeister in Bremerhaven. Der SPD-Politiker erhielt bei seiner Wahl in der Stadtverordnetenversammlung Bremerhaven in geheimer Wahl 28 Stimmen. Wie die Stadt im Internet mitteilte, soll er das Amt für sechs Jahre übernehmen. Er wird ab Juli die Nachfolge von Melf Grantz (SPD) antreten, der aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aufhört.

Welche Schwerpunkte der neue Oberbürgermeister setzen möchte

Bremerhaven stehe vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen, sagte Günthner. «Deswegen ist ganz zentral natürlich weiter die Wirtschaft in Bremerhaven zu stärken, Arbeitsplätze zu schaffen und damit auch zu einer sozialen Stabilisierung in Bremerhaven beizutragen.»

Günthner ist in Bremerhaven geboren. Der 50-Jährige ist schon lange politisch aktiv - so war er unter anderem Senator für Wirtschaft und Häfen sowie Senator für Justiz und Verfassung. Aktuell ist er Vorsitzender der SPD Bremerhaven und Sozialdezernat in der Seestadt. 

Warum das Wahlverfahren umstritten ist

Das Ergebnis der Wahl ist keine Überraschung. Die SPD hatte Günthner vorgeschlagen, die Koalitionspartner CDU und FDP signalisierten ihre Zustimmung. Erst danach wurde der Posten offiziell ausgeschrieben. 28 Menschen hatten sich ohne echte Chance beworben, 13 Kandidaten waren am Ende noch im Rennen. 

Das Vorgehen sorgte im Vorfeld für viel Unmut. Der Oberbürgermeister sollte direkt von den Bürgerinnen und Bürger gewählt werden, forderten Kritiker.

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