Das geplante, deutsch-niederländische Abkommen für eine grenzüberschreitende Erdgasförderung in der Nordsee widerspricht nach Ansicht von Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer Klimazielen. Außerdem treffe es auf «erhebliche verfassungs- und völkerrechtliche Bedenken», sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Meyer folgt damit einer Einschätzung seiner Länderamtskollegen des Umweltausschusses im Bundesrat, die einen Gesetzentwurf für das völkerrechtliche Abkommen in einem Antrag kürzlich mehrheitlich ablehnten.
Abkommen wird Thema im Bundesrat
Das Abkommen mit den Niederlanden bildet einen nötigen Rechtsrahmen für die grenzüberschreitende Erdgasförderung in der Nordsee. Der Vertrag ist schon von beiden Ländern unterzeichnet, noch fehlt aber die Zustimmung auf deutscher Seite von Bundestag und Bundesrat – dazu ist ein sogenanntes Vertragsgesetz nötig, das am Freitag Thema im Bundesrat sein wird. Ob der Bundesrat der Position seines Umweltausschusses folgt, ist offen.
Niedersachsens Landesregierung ist bei der umstrittenen Gasförderung in der Nordsee uneins. Die Staatskanzlei von Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) erklärte zuletzt, das Fördervorhaben vor Borkum sei intensiv auf mögliche Umweltauswirkungen geprüft und dann genehmigt worden. Das sei eine Sach- und Fachentscheidung, die nicht zu beanstanden sei.
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