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Göttinger CDU-Abgeordneter Güntzler sagt Verkehrsminister-Posten ab – Kabinettsumbau Merz' ins Stocken

Fritz Güntzler hat sich gegen einen Posten im Bundeskabinett entschieden. (Archivbild) / Foto: Elisa Schu/dpa
Fritz Güntzler hat sich gegen einen Posten im Bundeskabinett entschieden. (Archivbild) / Foto: Elisa Schu/dpa

Göttinger CDU-Politiker Fritz Güntzler hat die Annahme des Verkehrsministeramts kurzfristig abgelehnt. Kanzler Merz kündigt weitere Kabinettsveränderungen an.

Mit einer Meinungsänderung hat der CDU-Politiker Fritz Güntzler den Kabinettsumbau der Bundesregierung ins Stocken gebracht. Der Göttinger Bundestagsabgeordnete hätte heute eigentlich als neuer Bundesverkehrsminister vorgestellt werden sollen - nach Informationen aus Koalitionskreisen sagte er für den Posten aber kurzfristig ab, nachdem er gestern noch zugesagt hatte. Nach dpa-Informationen entschied sich Güntzler aus fachlichen Gründen gegen das Ministeramt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nutzt den Rücktritt von CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn für einen größeren Umbau seiner Regierung und der CDU-Parteiführung. Der Parteichef präsentierte am Morgen im Garten des Kanzleramts Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) als neue Kanzleramtschefin und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann als ihren Nachfolger im Gesundheitsministerium. Digital-Staatssekretär Philipp Amthor (CDU) wird sich nun im Kanzleramt als Staatsminister um das Verhältnis von Bund und Ländern kümmern.

Verkehrsminister verkündete Abschied bereits in SMS

Eigentlich hätte dabei auch Finanzpolitiker Güntzler als neuer Bundesverkehrsminister vorgestellt werden sollen. Aus Koalitionskreises heißt es zum Meinungswandel Güntzlers: «Ein Torwart sollte nicht Linksaußen spielen». Güntzler habe festgestellt, dass er nicht der richtige Spieler für den Posten sei. Der Steuerexperte und Fußball-Fan ist Kapitän des «FC Bundestag.»

Merz will sich nach Angaben hochrangiger Quellen in der Union von Verkehrsminister Patrick Schnieder trennen. Schnieder verabschiedete sich am Morgen bereits von einzelnen Bundestagsabgeordneten in einer SMS, die der dpa vorliegt: «Der Bundeskanzler hat mir gestern am späten Nachmittag mitgeteilt, dass er mich als Verkehrsminister entlassen wird. Heute Morgen um 9.00 Uhr wird er dies u. a. in einer Pressekonferenz öffentlich machen», schrieb der 58-Jährige darin unter anderem. 

Merz und Güntzler haben sich dazu bisher nicht geäußert. Der Bundeskanzler kündigte aber weitere Veränderungen im Bundeskabinett an. Als ein möglicher Nachfolgekandidat Schnieders wird nun der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger, gehandelt, der als ausgewiesener Experte gilt.

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