Die für Fischerei zuständigen EU-Ministerinnen und Minister treffen sich diesen Montag zu voraussichtlich letzten Verhandlungen über die Ostseefangmengen für kommendes Jahr. Für deutsche Ostseefischer sieht die Lage angesichts kleiner Fischbestände weiterhin trüb aus. Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, Fangmöglichkeiten weiter einzuschränken.
Unter anderem soll eine Ausnahme wegfallen, die es kleinen Booten derzeit noch erlaubt, Hering beispielsweise mit Stellnetzen oder Reusen zu fangen. Darüber hinaus sollen aus Bestandsschutzgründen eingeschränkte Beifang-Mengen für Dorsch und Hering weiter sinken.
Die Kommission erarbeitet jedes Jahr Vorschläge, wie viel Fisch aus EU-Meeren gefangen werden darf und beachtet dabei auch die Einschätzung des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES). Final entschieden werden die Mengen dann von den EU-Staaten - die diesjährigen Abschlussverhandlungen könnten sich bis Dienstag ziehen.