In der Nordsee auf der Staatsgrenze von Deutschland und den Niederlanden liegt ein großes Gasfeld. Die Bundesregierung will mit einem Abkommen und einem zugehörigen Gesetz die Voraussetzungen dafür schaffen, dass dort künftig grenzüberschreitend Gas gefördert werden darf. Am Freitag ist das Gesetz Thema im Bundesrat. Doch dort regt sich Widerstand, und auch Umweltschützer kündigen Protest an. Ein Überblick, worum es geht.
Warum ist ein Abkommen für Gasförderung überhaupt nötig?
Um das Gas über Grenzen hinweg fördern zu können, ist ein einheitlicher Rechtsrahmen nötig, der die Zusammenarbeit deutscher und niederländischer Behörden regelt. Dazu wurde bereits ein Unitarisierungsabkommen zwischen Deutschland und den Niederlanden unterzeichnet. Was für das Abkommen noch fehlt, ist die Zustimmung auf deutscher Seite von Bundestag und Bundesrat – dazu ist ein sogenanntes Vertragsgesetz nötig.