Die Kündigung einer Hospizmitarbeiterin, die bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen für die AfD antritt, ist für die Diakonie Bremen nachvollziehbar. «Die unantastbare Würde jedes Menschen, Nächstenliebe, Respekt, Teilhabe und Solidarität sind für uns nicht verhandelbar», teilte das Diakonische Werk auf Anfrage mit. «Wir stehen daher voll hinter der Entscheidung des Vereins für Innere Mission Bremen, in diesem konkreten Fall als letztes Mittel arbeitsrechtliche Schritte einzuleiten.»
Der Verein hatte der Hospizmitarbeiterin Martina Müller gekündigt, weil die aktive Kandidatur für eine als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Organisation in einem schwerwiegenden Spannungsverhältnis zu den Grundwerten und dem Auftrag von Kirche und Diakonie stehe. Müller will bei den Wahlen im September für die AfD in den Kreistag des Landkreises Friesland und den Gemeinderat Wangerland einziehen. Die 60-Jährige hat angekündigt, sich mit einer Kündigungsschutzklage zu wehren.