Die Präsenz russischer Kriegsschiffe und die Sicherheit im Ostseeraum stehen weiter im besonderen Fokus der Marine. «Eine Gegend, wo sich die sicherheitspolitische Lage spürbar verdichtet hat, wo ein potenzieller Gegner ziemlich potent unterwegs ist und zunehmend aggressiver auftritt», sagte der Befehlshaber der Flotte, Vizeadmiral Axel Deertz, am Rande einer Konferenz in Kiel. Dort beraten führende Offiziere aus Deutschland, den USA und anderen Nato-Staaten darüber, wie Europas Nordflanke geschützt werden kann.
In den vergangenen Tagen hatten rund 6.000 Soldaten aus 15 Nationen auf 20 Schiffen beim Nato-Manöver Baltops in der Ostsee trainiert. Das 55. Baltops-Manöver wurde erneut von der US Navy angeführt und endete vor Beginn der Kieler Woche (20. bis 28. Juni).
Die Sicherheit der Ostsee sei entscheidend für die Sicherheit Europas und damit auch der Vereinigten Staaten, sagte Vizeadmiral Jeffrey T. Anderson, der Befehlshaber der 6. US-Flotte. Die Seewege durch die Ostsee seien von lebenswichtiger Bedeutung für den Welthandel und den wirtschaftlichen Wohlstand. Bei Baltops trainierten die Soldatinnen und Soldaten nicht für eine mögliche Krise, sondern auch dafür, eine solche zu verhindern.