Zentrales Einheitsfest in Bremen weitgehend friedlich – 400.000 Besucher, 4.000 Einsatzkräfte
Nach dem zentralen Fest am Tag der Deutschen Einheit in Bremen haben die Sicherheitsbehörden eine positive Bilanz gezogen. «Wir hatten nicht nur ein fröhliches, sondern auch ein sicheres Fest», sagte Bremens Innensenatorin Eva Högl (SPD) am letzten Tag der dreitägigen Feierlichkeiten. «Wir haben an diesem Wochenende unsere Deutsche Einheit gefeiert, Frieden, Freiheit und Demokratie. Es war ein grandioses Fest», so die Politikerin. «Rund 4.000 Einsatzkräfte aus Bremen, aus anderen Ländern und vom Bund haben für Sicherheit gesorgt.» Zu den Feierlichkeiten kamen rund 400.000 Menschen und Deutschlands politische Spitze. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erinnerte bei seiner Rede an die Vereinigung als Glücksmoment der deutschen Geschichte und rief mit Blick auf das Erstarken der AfD dazu auf, die Demokratie zu verteidigen. Beim Gottesdienst und Festakt waren auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), Minister und Regierungschefinnen und -chefs der Länder dabei. «Wenn die Spitzen unseres Staates an einem Ort zusammenkommen, ist das immer ein fragiler Moment», sagte Senatorin Högl. «Deshalb waren wir angespannt.» Polizei, Verfassungsschutz, Feuerwehr und Rettungsdienste hätten eng zusammengearbeitet. «Ich bin dankbar, dass alles so gut gelungen ist.» Die Politiker und Politikerinnen unterhielten sich im Rahmen des Festes auch mit Besucherinnen und Besuchern - im Beisein zahlreicher Sicherheitsleute. Nach Angaben der Polizei kam es bei kleineren Demonstrationen zu einzelnen Angriffen auf Polizisten und vorübergehenden Festnahmen. «In unserer Demokratie dürfen Menschen gegen etwas demonstrieren», sagte die Innensenatorin und verwies darauf, dass die Demonstrationen weitgehend friedlich waren. Aber: «Angriffe auf Einsatzkräfte und andere Straftaten gehen gar nicht.» Die Feierlichkeiten unter dem Motto «Viele Stärken - Ein Land» gehen bis zum späten Sonntagabend - mit zahlreichen Informationsständen von politischen Institutionen, Behörden und allen Bundesländern. Daneben gibt es kulturelle und kulinarische Angebote, Diskussionen, Führungen und kostenlose Konzerte. Das zentrale Fest ist in diesem Jahr in Bremen, weil das kleinste Bundesland die Präsidentschaft im Bundesrat innehat. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenHerausforderungen für die Einsatzkräfte
Feierlichkeiten gehen bis Sonntagabend