Um kaum ein Getränk gibt es derzeit einen solch globalen Hype wie um Matcha. Der leuchtend grüne japanische Tee wird von den sozialen Medien angetrieben, in denen Influencer Tipps zur Zubereitung, Bewertungen und Rezepte für den Kult-Tee verbreiten. Im vergangenen Jahr entfiel laut des japanischen Landwirtschaftsministeriums mehr als die Hälfte der rund 9.000 Tonnen grünen Tees, die aus Japan exportiert wurden, auf Matcha – doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. Aber wird das Star-Getränk bald knapp?
Obwohl der Konsum von grünem Tee und Matcha in Japan in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen ist, trinkt der Rest der Welt so viel Matcha wie nie zuvor. Zudem kurbelt Japans Touristenboom den Hype an. Nicht zuletzt dank des schwachen Yen ist Japan auch unter Deutschen ein beliebtes Reiseziel. Die Nachfrage nach Matcha ist dermaßen gestiegen, dass Japans Tee-Industrie zuletzt nicht mehr hinterherkam. Manche Geschäfte sehen ihre Regale oft schon kurz nach Ladenöffnung von Touristen leergekauft. Als Folge haben Einzelhändler Beschränkungen eingeführt, wie viel Kunden kaufen dürfen.