Ein Umweltbündnis will rechtlich gegen die Genehmigung der umstrittenen Gasförderung vor der Nordseeinsel Borkum vorgehen. Das kündigte die Deutsche Umwelthilfe an. Deren Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner warf Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) vor, die Interessen eines Gaskonzerns über Natur und Menschen vor Ort zu stellen. «Wir werden dagegen alle rechtlichen Mittel ausschöpfen», sagte er.
Die Umweltorganisation BUND Niedersachsen teilte mit, für die Nordsee und das Wattenmeer sei die Genehmigung eine Katastrophe. Der Status des Wattenmeers als Weltnaturerbe werde damit aufs Spiel gesetzt. Zu dem Bündnis gehört außerdem die Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland. Die Partner hatten vor wenigen Tagen vor dem Verwaltungsgericht in Oldenburg bereits erreicht, dass ein Kabel zur Stromversorgung der Bohrinsel vorerst nicht verlegt werden darf.