Im Verfahren um ein Stromkabel für die umstrittene Erdgasförderung in der Nordsee vor Borkum erhöht der Energiekonzern One-Dyas den Druck und klagt gegen die niedersächsische Genehmigungsbehörde. Der Konzern wirft dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vor, untätig zu sein. Eine sogenannte Untätigkeitsklage gegen die Behörde sei im Dezember beim Verwaltungsgericht in Oldenburg eingereicht worden, teilte eine One-Dyas-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Umweltministerium in Hannover, die Aufsichtsbehörde des NLWKN, bestätigte die Klage.
«Es ist nicht nur aus Sicht von One-Dyas wichtig, dass das Verfahren sorgfältig und zeitnah abgeschlossen wird. Es ist vor allem wichtig für die Energiewende und alle, die sich um die Einhaltung der Klimaziele, die Wirtschaft und die geopolitische Lage sorgen», teilte die Konzernsprecherin weiter mit.
One-Dyas will rund 20 Kilometer in der Nordsee vor Borkum unter deutschen und niederländischen Gewässern Gas fördern. Dafür liegen dem Unternehmen auch schon Genehmigungen vor. Was noch fehlt, sind ein Völkerabkommen zwischen Deutschland und den Niederlanden - und der Stromanschluss.