Der LNG-Terminalbetreiber Deutsche Regas klagt nach eigenen Angaben auf EU-Ebene gegen aus seiner Sicht rechtswidrige Beihilfen für den staatlichen Terminalbetreiber Deutsche Energy Terminal (DET). Eine entsprechende Klage sei Mitte Januar beim zuständigen Gericht der Europäischen Union eingereicht worden, teilte die Deutsche Regas mit.
Ende 2024 hatte die EU-Kommission Milliardenhilfen Deutschlands für die Betreibergesellschaft DET für den Betrieb vier schwimmender Importterminals für Flüssigerdgas (LNG) genehmigt. Früheren Angaben zufolge ging es bei der Entscheidung um bis zu 4,96 Milliarden Euro. Die Förderung ermögliche die Diversifizierung der Energieversorgung und gewährleiste die Sicherheit der Gasversorgung, hieß es damals zur Begründung.
Ingo Wagner, geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Regas, kritisierte, man habe selbst privat finanzierte LNG-Terminals zu einem Bruchteil der Kosten aufgebaut. «Als privater Infrastrukturbetreiber leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Die staatliche Förderung für LNG-Terminals in Höhe von fünf Milliarden Euro ist nicht notwendig und schadet dem Wettbewerb.»