Die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) für die Speicherung von Kohlendioxid auf hoher See stoßen beim Nabu in Niedersachsen auf Kritik. «Wir lehnen eine CO2-Speicherung in Niedersachsen aufgrund der Risiken grundsätzlich ab und das sowohl On- als auch Offshore», teilte der Landesvorsitzende des Nabu, Holger Buschmann, am Dienstag mit. Deutlich größeres Potenzial zur CO2-Speicherung gebe es durch natürliche Senken - etwa indem vorhandene Moore und Feuchtgebiete vernässt und Wälder geschützt würden. Darin lägen in Niedersachsen «enorme Chancen für Synergien zwischen Natur- und Klimaschutz», sagte Buschmann.
Klimaschädliches CO2 zum Beispiel aus der Zementindustrie soll in Deutschland nach den Plänen von Habeck künftig auch unterirdisch gespeichert werden können - zumindest auf hoher See. Im Fachjargon wird diese Technik auch CCS genannt (Carbon Capture and Storage). Die Bundesregierung hat sich grundlegend auf eine Speicherstrategie geeinigt und diese am Montag präsentiert. Eine Speicherung an Land soll vorerst ausgeschlossen bleiben.