Nach Einschätzung der Forscherin Johanna Böttcher von der Universität Vechta zeigen deutsche Konsumenten Interesse an Fisch aus dem Labor. Entscheidend über die Akzeptanz seien unter anderem Geschmack, Geruch und Textur sowie der Preis, sagte Böttcher vor Beginn eines Fischwirtschaftsgipfels in Hamburg.
Böttcher hat mit Igor Blumberg von der Universität Vechta in Niedersachsen in einer bisher nicht veröffentlichten Studie untersucht, unter welchen Voraussetzungen Konsumenten zellbasierten Fisch akzeptieren. Die Ergebnisse stützen sich auf Experteninterviews, Gruppendiskussionen und eine Umfrage, wie Böttcher der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Zellbasierter Fisch wird aus Fischzellen hergestellt. Diese werden in einen Bioreaktor gegeben, in dem sie mit Nährstoffen versorgt werden. Dort wachsen sie zu Muskel- oder Fettgewebe heran, das weiterverarbeitet wird. Böttcher zufolge arbeiten weltweit etwa 20 Unternehmen an der Technologie.
An dem Fischwirtschaftsgipfel nehmen unter anderem Lebensmittelgroßhändler, -einzelhändler und Anbieter von Fisch teil. Böttcher soll am Mittwoch einen Vortrag halten. Zuvor spricht laut Übersicht der Mitgründer des Hamburger Start-ups Bluu Seafood, Sebastian Rakers, der an solchen Produkten arbeitet.