Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht großes Potenzial in der Einlagerung von CO2 unter der Nordsee. «Es ist besser, CO2 im Boden zu haben als in der Atmosphäre», sagte der Grünen-Politiker am Dienstag bei einer Veranstaltung auf der Hannover Messe. Daher setze nun auch Deutschland auf die lange umstrittene Technik. «Es gibt gute Gründe für diesen Umschwung, und ich denke, das Land wird folgen.»
Die Technologie dahinter nennt sich «Carbon Capture and Storage» (CO2-Abscheidung und -Speicherung), kurz CCS. Die Technik, bei der CO2 abgeschieden und dann unterirdisch eingelagert wird, war in Deutschland lange umstritten. Frühere Versuche, sie bei Kohlekraftwerken einzusetzen, scheiterten am Widerstand der Bevölkerung. Inzwischen habe es in der Bundesregierung einen Meinungswechsel gegeben. «Wir waren skeptisch gegenüber CCS. Aber das haben wir überwunden», sagte der Vizekanzler. Ein neues Gesetz soll nun den Einsatz in Deutschland erlauben. Mit einer Beschlussfassung ist Habeck zufolge im Mai zu rechnen.