Beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft im Zuge der Energiewende sieht Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck eine Schlüsselrolle für den Nordwesten Deutschlands. Von der Produktion von grünem Wasserstoff über die Speicherung und die Verteilung bis hin zur Abnahme spiele sich der Hochlauf im Nordwesten ab, sagte der Vizekanzler bei dem Besuch eines Baufeldes für einen Elektrolyseur im ostfriesischen Emden. «Die gesamte Wertschöpfungskette bildet sich jetzt quasi in dieser Region ab», sagte der Grünen-Politiker. «Diese Region ist eine energiestarke Region schon immer gewesen und nun ist sie eine energiestarke Region in der Transformation.»
Habeck besuchte im Rahmen seiner Nordwest-Tour zusammen mit Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) und Umweltminister Christian Meyer (Grüne) ein Baufeld östlich der Stadt, auf dem der regionale Energieversorger EWE eine Anlage für die Produktion von Wasserstoff mit einer Kapazität von 320 Megawatt plant. EWE will noch dieses Jahr mit den Bauarbeiten beginnen. Erster Wasserstoff könnte dann ab 2028 hergestellt werden.