Klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) soll künftig weit draußen unter der Nordsee im Meeresgrund gespeichert werden können. Der Bundestag machte kürzlich den Weg für die umstrittene Speicher-Technik frei. Nun müssen noch die Bundesländer der Gesetzesänderung zustimmen. Diese CCS-Technik steht am Freitag auf der Tagesordnung des Bundesrats. Ein Überblick dazu, welche Rolle Niedersachsen und Bremen als Nordsee-Anrainer dabei künftig einnehmen könnten – und welche Kritik es gibt.
Was ist CCS?
Es geht es um die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid (CO2), das etwa beim Verbrennen von Öl, Gas und Kohle entsteht. CCS steht als Abkürzung für «Carbon Dioxide Capture and Storage». Bei dem Verfahren wird CO2 bei Industrieprozessen eingefangen, in den Boden gepresst und eingelagert – etwa im Meeresgrund. So soll verhindert werden, dass das CO2 in die Atmosphäre gelangt und die Erderwärmung beschleunigt.