Im vergangenen Herbst wurden Kraniche in Deutschland in zuvor unbekanntem Ausmaß Opfer der Vogelgrippe. Wie sehr hat dies die hiesigen Bestände in Mitleidenschaft gezogen? Das lässt sich nach Aussage des Experten Günter Nowald auch zum jetzigen Zeitpunkt nur teilweise abschätzen.
In Mecklenburg-Vorpommern etwa seien die Brutbedingungen für die Tiere in diesem Jahr grundsätzlich besser gewesen als erwartet, weil es an vielen Brutplätzen feucht genug gewesen sei, sagt Nowald, der Geschäftsführer der Gesellschaft Kranichschutz Deutschland ist. Die Tiere sind auf Brutplätze mit einem gewissen Wasserstand angewiesen, etwa in Mooren oder Bruchwäldern, zum Schutz der Gelege etwa vor Füchsen oder Wildschweinen.