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Lithium-Projekt in der Altmark geht in nächste Phase – Adsorptionsverfahren wird weiterentwickelt

Lithium-Projekt in der Altmark geht in nächste Phase – Adsorptionsverfahren wird weiterentwickelt
Unter der Altmark befindet sich laut dem Unternehmen eines der weltweit größten Lithium-Vorkommen. (Archivbild) / Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieNiedersachsen News
Ab 2030 will ein Unternehmen Lithium fördern, das den Bedarf für Batterien von rund 500.000 E-Autos liefern könnte. Das Projekt ist umstritten – geht jetzt aber in die nächste Phase.

Ein Projekt zur Förderung von Lithium aus Thermalwasser in der Altmark geht in die nächste Phase. Nach einer ersten Pilotphase, in der verschiedene Möglichkeiten zur Lithiumförderung erprobt worden seien, habe man sich jetzt für ein Verfahren entschieden, das die vielversprechendsten Ergebnisse gezeigt habe, teilte das Unternehmen Neptune Energy mit. Das sogenannte Adsorptionsverfahren soll zusammen mit der Fraunhofer Einrichtung für Energieinfrastruktur und Geotechnologien (IEG) weiterentwickelt werden.

Das Unternehmen plant, zu einem späteren Zeitpunkt Lithium im industriellen Maßstab in der Altmark zu fördern. Dieses sei zwischen 3.000 und 4.000 Metern Tiefe im Thermalwasser gelöst, das sich in feinen Poren im Gestein verteile. Durch Bohrungen und das Adsorptionsverfahren soll das Lithium aus dem Thermalwasser gewonnen werden. 

Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich in der Altmark um eine der weltweit größten projektbezogenen Lithium-Ressourcen. Die Produktion soll ab 2030 schrittweise anlaufen. Ziel ist es laut Unternehmen, so viel Lithium zu fördern, dass entsprechend der Bedarf für die Batterien von rund 500.000 Elektrofahrzeugen pro Jahr gedeckt werden könnte. 

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In mehreren Regionen Deutschlands laufen bereits Projekte

Das Vorhaben stößt in der Region auf Kritik. Seit Bekanntwerden der Pläne im April 2024 haben mehr als 22.000 Menschen eine Online-Petition gegen den Lithium-Abbau in der Altmark und der angrenzenden Lüneburger Heide unterzeichnet. Das Unternehmen Neptune Energy steht zudem wegen des Umgangs mit Altlasten in der Deponie Brüchau in der Kritik. Dort lagern seit Jahrzehnten unter anderem mit Quecksilber belastete Abfälle.

Deutschland verfügt über mehrere Regionen mit potenziell wirtschaftlich nutzbaren Lithiumvorkommen. Laut Bundeswirtschaftsministerium zählen dazu das Erzgebirge, der Oberrheingraben und Teile Norddeutschlands wie die Altmark. Auch in diesen Regionen laufen bereits erste Projekte zur Lithiumgewinnung.

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