Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace setzen ihre Protestaktion in der Nordsee gegen die geplante Erdgasförderung vor der niederländischen und deutschen Küste fort. Mit drei schwimmenden Inseln blockieren sie die Installation einer Bohrplattform etwa 20 Kilometer im Norden der niederländischen Wattenmeerinsel Schiermonnikoog. Greenpeace werde sich nicht zurückziehen, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Amsterdam.
Die niederländische Polizei und Küstenwache beobachten die Lage. Die Polizei sieht aber vorerst keinen Grund einzugreifen. «Wir sehen keine Anzeichen von strafbarem Handeln und auch keine akute Gefahr», sagte ein Polizeisprecher der niederländischen Nachrichtenagentur ANP.
Das niederländische Energieunternehmen One-Dyas, das an der Stelle Erdgas fördern will, kündigte rechtliche Schritte an und will mit einer einstweiligen Verfügung ein Ende der Blockade erzwingen.