Der eine hat seinen Verein in mehr als zehn Jahren zu einem internationalen Spitzenclub geformt, der andere ist erst seit ein paar Tagen der Chef an der Seitenlinie. Und beide waren vor rund 20 Jahren Teamkollegen in der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft. Wenn die erfolgsverwöhnten Seriensieger der BR Volleys ab Mittwoch (20.00 Uhr/Dyn) im Duell um die deutsche Meisterschaft auf die favorisierte SVG Lüneburg treffen, stehen vor allem die Trainer im Fokus.
Auf der einen Seite Stefan Hübner. Deutschlands begehrtester und in den Augen vieler Experten bester Trainer, der Lüneburg zu einem Topteam geformt hat. Lockrufen von anderen Clubs und auch einem möglichen Engagement als Bundestrainer erteilte der 50-Jährige stets eine Absage und verlängerte bis 2030 bei der SVG. Die Aufgabe sei weiter «sehr, sehr reizvoll.»
In der anderen Ecke steht Markus Steuerwald, der nach dem Abgang von Alexandre Leal «aus familiären Gründen» erst am Donnerstag zum Chefcoach befördert wurde. Der frühere Weltklasse-Libero ist zwar kein Unbekannter, sollte die Rolle als Chefcoach aber eigentlich erst in der kommenden Saison übernehmen - bei den Grizzlys Giesen. Geht das Finale über die volle Distanz bis zu Spiel fünf am 13. Mai, wäre Steuerwald genau 21 Tage Berliner Trainer.