Rechtsextreme Gruppen verlagern ihre Ansprache zunehmend ins Netz und erreichen dort auch Minderjährige. «Radikalisierung findet heute vor allem auf Instagram, Tiktok und in Videospielen statt – dieser Einfluss nimmt deutlich zu», sagte Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Präsident Dirk Pejril der Deutschen Presse-Agentur.
Die Szene ziehe dabei nicht nur «stramme Rechtsextremisten» an. Einige Nutzer seien noch im Kindesalter, meist zwischen 14 und 20 Jahren. Häufig gehe es um Protest und Widerstand. «Die Ideologie spielt zunächst eine geringere Rolle», erklärte Pejril. Besonders attraktiv seien gemeinschaftliche Angebote, der «Eventcharakter» sei wichtig. «Bei jungen rechten Männern ist es häufig der Kampfsport, der sie anzieht.»