Auch im kommenden Jahr dürfen deutsche Ostseefischer mit kleinen Booten und passivem Fanggerät wie Stellnetzen Heringe gezielt fangen. Eine Mehrheit der EU-Staaten ist dafür, eine entsprechende Ausnahme zu verlängern, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilte.
Deutschlands Fischereiminister Cem Özdemir (Grüne) hatte sich zuvor dafür stark gemacht, dass die Ausnahmen bestehen bleiben, die EU-Kommission hatte vorgeschlagen sie abzuschaffen. «Wichtig ist mir zu betonen, dass diese Ausnahme für die kleine Küstenfischerei des westlichen Herings keine negativen Auswirkungen für die Bestandserholung hat», so Özdemir.
Die in Luxemburg gefundene Einigung sieht zudem vor, dass kommendes Jahr knapp 22 Prozent weniger Dorsch in der westlichen Ostsee als Beifang - etwa beim Schollenfischen - in den Netzen landen darf, verglichen mit 2024. Die Menge an Hering, die als Beifang gefischt werden darf, verändert sich vorerst nicht. Die EU-Kommission hatte auch hier Einschnitte vorgeschlagen. Hintergrund der Vorgaben: Vielen Fischbeständen in der Ostsee geht es schlecht, teils sehr schlecht.