Linken-Spitzenkandidatin Heidi Reichinnek warnt nach dem mutmaßlichen Anschlag in München vor vorschnellen Schlüssen. «Der gestrige Tag hat vor allem gezeigt, dass es wichtig ist, jetzt nicht zu spekulieren, sondern erst mal alle Fakten abzuwarten. Das würde ich mir auch von allen wünschen, damit wir dann eine Debatte führen können, wie wir eine bessere Sicherheitspolitik gestalten können», sagte Reichinnek am Rande eines Wahlkampftermins in Hannovers Innenstadt.
In der Debatte über eine härtere Asylpolitik brauche es mehr Substanz. Der Vorschlag der Union etwa, den Familiennachzug für Menschen mit eingeschränktem Schutzstatus auszusetzen, betreffe vor allem Frauen und Kinder, die aus Kriegs- und Krisengebieten kommen. «Ich verstehe nicht, was uns das hier bringen soll. Was wir wirklich brauchen, ist eine Diskussion über die Ausstattung von Behörden, über die Vernetzung, um eine bessere präventive Arbeit, um psychologische und psychotherapeutische Betreuung.»