Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) schließt die Presse bei ihren Gründungsparteitagen in Bremen und Oldenburg am kommenden Wochenende weitgehend aus. Medienvertreter dürfen laut Einladung nur eine halbe Stunde zu Beginn am Vormittag und bei einer Pressekonferenz am Nachmittag dabei sein. «Der Rest der Versammlung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt», hieß es wortgleich in beiden Einladungen. Für Parteitage ist das Vorgehen ungewöhnlich. In der Regel können Journalisten und Journalistinnen solche Veranstaltungen komplett verfolgen. Die neue Partei möchte am Samstag einen Landesverband in Bremen und am Sonntag einen Landesverband in Niedersachsen gründen.
Der Landesbeauftragter des BSW für Niedersachsen, Holger Onken, äußerte sich ähnlich und verwies darauf, dass der Gründungsparteitag eine besondere Versammlung sei. «Wir haben viele Leute dabei, die noch nie Politik gemacht haben», sagte er. Deshalb sei eine vertrauliche Atmosphäre wichtig. In der Pressekonferenz werde der Landesvorstand Fragen beantworten.
Das BSW hat sich Anfang des Jahres offiziell als Partei gegründet und baut die deutschlandweiten Strukturen aus. Landesverbände gibt es bereits in Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Berlin, im Saarland, in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.
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