Die VW-Krise und der Ampel-Streit in Berlin haben den Landesparteitag der Grünen in Niedersachsen dominiert. Mit Geschlossenheit bei Themen wie Wohnen, Mobilität, Innerer Sicherheit und erneuerbaren Energien setzten die etwa 200 Delegierten am Wochenende aber auch eigene Akzente dagegen.
Dröge zur Ampel: Als würde man einem Auffahrunfall zuschauen
Die Fraktionschefin im Bundestag, Katharina Dröge, warf in ihrer Rede am Samstag den Berliner Ampel-Partnern mangelnden Teamgeist vor. «Jeder möchte sein Ding irgendwie allein machen, keiner will mit dem anderen zusammen», sagte Dröge mit Blick auf das Vorgehen von SPD und FPD etwa in der Wirtschaftspolitik. «Auch ich sitze dann zu Hause vor dem Fernseher und denke, es ist so, als würde man einem Auffahrunfall zuschauen», sagte Dröge, die nach eigenem Bekunden manchmal neidisch auf die nahezu geräuschlose rot-grüne Regierung in Niedersachsen blickt.
Dennoch mache es für die Grünen im Bund weiterhin sehr viel Sinn, in dieser Bundesregierung zu sein. Zu Spekulationen über ein vorzeitiges Ende der Ampel-Koalition sagte die Fraktionschefin: «Ich finde, wir haben eine Verantwortung. Wenn man von den Wählern den Auftrag bekommt, eine Regierung zu bilden, dann sollte man das auch vier Jahre tun.» Die Grünen werben ihr zufolge dafür, dass die Regierung Bestand hat.