Auf dem Weg zur Bergung des radioaktiven Mülls aus der Schachtanlage Asse im niedersächsischen Landkreis Wolfenbüttel konnten die Betreiber nach eigenen Angaben erstmals in die Einlagerungskammer 12 blicken. Nach einer Erkundungsbohrung in 750 Metern Tiefe wurden durch ein tennisballgroßes Loch einige Fässer erkennbar, wie die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mitteilte. «Unser erster Eindruck ist, dass zumindest die sichtbaren Fässer in einem guten Zustand sind», sagte BGE-Chefin Iris Graffunder.
Ziel sei nun, die Kammeratmosphäre und Aktivitätswerte zu analysieren. «Dafür brauchen wir mehr Platz und müssen die Bohrung noch erweitern», sagte Graffunder. In der Einlagerungskammer 12 befinden sich nach Angaben der Betreibergesellschaft 7.464 Gebinde, davon 6.747 Fässer und 717 sogenannte Verlorene Betonabschirmungen, die dort in den Jahren 1973 und 1974 liegend gestapelt wurden.