Altkanzler Gerhard Schröder hat die SPD-Spitze davor gewarnt, ihn aus der Parteigeschichte streichen zu wollen. In einem Interview der Deutschen Presse-Agentur beklagte er sich darüber, dass in der Parteizentrale auf der Etage, wo die Vorsitzenden ihre Büros haben, nicht einmal ein Bild von ihm zu finden sei. «Das ist interessant. Da muss die SPD auch vorsichtig sein. Sie wissen, wo das auch der Fall war?», fragte er und gab die Antwort selbst. «In den kommunistischen Parteien der Vergangenheit wurden natürlich die jeweiligen Führer, wenn sie weg waren, mal aus der Geschichte der Partei gestrichen. Also ich glaube, so weit geht die SPD nicht.»
Eine SPD-Sprecherin erklärte dazu, dass es im Willy-Brandt-Haus auf der Etage, auf der die Vorsitzenden sitzen, keine Galerie der ehemaligen Parteichefs gebe. Es hingen dort aktuell «in unterschiedlichen Kontexten» Bilder des Gründervaters der deutschen Sozialdemokratie, Ferdinand Lassalle, sowie der früheren Parteivorsitzenden August Bebel, Willy Brandt und Andrea Nahles, sagte sie. Über die gesamte Parteizentrale verteilt seien weitere Bilder und Kunstwerke aus der Geschichte der Sozialdemokratie zu finden, «darunter auch welche von Gerhard Schröder».