Den Opfern war teils jahrelang nicht bewusst, was ihnen angetan wurde: Ein inzwischen 68-Jähriger soll sich Ermittlungen zufolge an 58 Frauen vergangen haben - betäubt, vergewaltigt und dabei gefilmt. Um die Übergriffe auf 14 Frauen im Alter von seinerzeit 50 bis 60 Jahren geht es aktuell vor dem Landgericht Berlin. Zum Prozessauftakt gesteht der Berliner.
«Die Vergewaltigungen räume ich ein», erklärte der Deutsche über seinen Verteidiger Jochen Schöfthaler. Auch der in der Anklage geschilderte Ablauf der Taten sei zutreffend. Auf Details ging der schlanke Brillenträger, der seit März in Untersuchungshaft sitzt, zunächst nicht ein. Dies erfolge möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt, hieß es.
Ins Visier geriet der 68-Jährige nach einem Hinweis der Polizei in Verden an der Aller in Niedersachsen. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat zunächst 22 Fälle in der Zeit von 2016 bis 2022 angeklagt. Die Vorwürfe lauten unter anderem Vergewaltigung, gefährliche Körperverletzung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs.