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Verbraucherschützer: Mängel bei Mehrzahl der Kontrollen

Verbraucherschützer: Mängel bei Mehrzahl der Kontrollen
Ein Kind beißt auf ein Kinder-Vitaminbärchen. Viele Hersteller haben längst auch die Jüngsten als Zielgruppe für Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzenextrakte erkannt. (Symbolbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Behörden kontrollierten im vergangenen Jahr rund 38.600 Betriebe in Niedersachsen. Besonders häufig ging es um Hygienemängel. Auch Nahrungsergänzungsmittel für Kinder fielen bei Untersuchungen auf.

Bei 58 Prozent der Kontrollen von Lebensmitteln, Kosmetika, Tabakwaren und Alltagsgegenständen haben die Behörden in Niedersachsen im vergangenen Jahr Verstöße festgestellt. Das geht aus dem Verbraucherschutzbericht 2025 hervor, den das Landwirtschaftsministerium vorstellte. Insgesamt gab es demnach rund 58.000 Kontrollen in fast 38.600 Betrieben.

Verstöße betrafen vor allem die Betriebshygiene

Kontrolliert wurden laut Bericht rund 30 Prozent aller erfassten Betriebe. Manche Betriebe seien mehrfach überprüft worden. Am häufigsten betrafen die Verstöße die Betriebshygiene: Sie machte 46 Prozent der erfassten Verstöße aus. Es folgten Mängel bei betrieblichen Eigenkontrollen – etwa bei Schulungen oder der Rückverfolgbarkeit von Produkten – sowie Fehler bei Kennzeichnung und Aufmachung.

Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) untersuchte laut Bericht zudem 18 Nahrungsergänzungsmittel, die für Kinder beworben werden. Bei neun davon beanstandete es unzulässige gesundheitsbezogene Werbeaussagen.

Landkreistag: Kommunale Überwachungsbehörden hoch belastet

Bei vier Produkten lagen die angegebenen Mengen bestimmter Vitamine und Mineralstoffe über den empfohlenen Höchstmengen für Erwachsene. Gesetzlich verbindliche Höchstmengen gibt es laut Ministerium dafür bislang weder für Erwachsene noch für Kinder.

Der Niedersächsische Landkreistag verwies auf die hohe Belastung der kommunalen Überwachungsbehörden. Um den bisherigen Standard dauerhaft zu sichern, müssten Aufgaben zunehmend priorisiert werden, sagte Hauptgeschäftsführer Joachim Schwind.

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